Ein Haus am Dreiländereck – nicht direkt mit dem Auto erreichbar, aber mit offenen Türen.
Seit Ende 2024 ist es unseres. Unser erstes gemeinsames Haus. Gebaut in den 1960er Jahren, heute mit klaren Linien, viel Licht und einem Alltag, der selten leise ist. Es ist kein Architektenstatement. Es ist ein bewusst gewählter Ort für vier Menschen mit Temperament.
Das letzte Stück geht man zu Fuß. Es zwingt dazu, anzukommen. Vielleicht ist das der erste kleine Filter dieses Hauses: Wer hierherkommt, kommt wirklich an.
Im Wohnzimmer steht ein großer Esstisch. Er wurde sehr bewusst für diesen Raum gekauft – und darf trotzdem benutzt werden. Hier beginnen Tage mit Kaffee und unterschiedlichen Auffassungen über Frühstück. Hier werden Wochen geplant, Entscheidungen getroffen, Tränen getrocknet und Siege gefeiert – auch die kleinen.
Er ist Mittelpunkt, Verhandlungsort und gelegentlich Bühne für kindliche Empörung. Hier wird gegessen, diskutiert, gelacht – und manchmal sehr klar formuliert, was man heute ganz sicher nicht essen wird.
Ab 18 Uhr verändert sich die Geräuschkulisse. Abendroutine. Zahnbürsten. Geschichten. Zwei unterschiedliche Temperamente mit klaren Positionen. Später wird es ruhiger. Meistens.
Freitagnachmittage gehören – wenn es die Berufe zulassen – dem KREDO. Sollte das nicht gelingen, wird die Patisserie flexibel ausgelagert.
Improvisation ist keine Notlösung, sondern Teil unseres Systems.
Weißwein haben wir meistens da. Kinder ebenfalls. Gäste sind willkommen.
Dieses Haus ist kein Rückzugsort. Es ist ein Zuhause. Und ein sehr bewusstes.
